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Wenn aus „gut gemeint“ auch „gut gemacht“ wird

Eltern sein ist vermutlich der anspruchsvollste Job der Welt, ohne Ausbildung, ohne Probezeit und mit täglichem Praxistest. Wir wollen alles richtig machen, reagieren aber oft genau so, wie wir es selbst erlebt haben. Dabei halten wir das nicht immer für richtig, aber manchmal fehlt uns einfach ein besseres Verhaltensmuster.

 

Dieser Impuls setzt da an, alte, automatische Reaktionen bewusst zu machen und neue Wege zu entdecken, die den Familienalltag leichter, klarer und liebevoller gestalten.

Zuhören statt belehren... besonders in der Pubertät

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.
Sie suchen Grenzen, probieren aus, scheitern und lernen. Bis zur Pubertät hilft dabei Klarheit: Ein Ja bleibt ein Ja, ein Nein bleibt ein Nein. Während der Pubertät ändert sich die Spielregel. Jetzt geht es weniger um das Erklären und mehr um das tatsächliche Zuhören. Statt Antworten zu liefern, sollten Fragen gestellt werden. Statt Lösungen vorzugeben, sollten Denkprozesse begleitet werden.

Wer diese Haltung einnimmt, erspart sich viele kraftraubende Auseinandersetzungen und unterstützt sein Kind dabei, ein selbstständiger Erwachsener zu werden, der in der Lage ist, Probleme eigenständig zu lösen.

Loben statt nörgeln: Aufmerksamkeit lenkt Verhalten

„Wie oft muss ich dir das noch sagen?“
Ein Satz, den wir alle kennen. Kinder brauchen Aufmerksamkeit und sie holen sie sich. Das bedeuten, wenn Nörgeln mehr Aufmerksamkeit bringt als Lob, dann lernen Kinder sehr schnell, womit sie uns erreichen.

Dabei handelt es sich um ein Muster, das über Generationen weitergegeben wird. Die gute Nachricht: Unser Gehirn kann umlernen und neue Wege und Verhaltensweisen sind trainierbar. Wenn Du beginnst, bewusst wahrzunehmen, was Dein Kind gut macht und das sofort zu benennen, erlebst Du sehr wahrscheinlich erstaunlich schnelle Veränderungen. Das Klima zwischen euch wird ruhiger werden und die Zusammenarbeit leichter. Neue Pfade anzulegen ist anstrengend und definitiv mit Arbeit verbunden, aber sie führen dorthin, wo viele Eltern gerne ankommen möchten: zu einer tragfähigen, vertrauensvollen Beziehung, auch dann noch, wenn Deine Kinder längst erwachsen sind.

Das Beobachtungslernen

„Kleine Affen machen großen Affen alles nach.“ Der vielleicht wirksamste Hebel liegt also näher, als wir glauben, nämlich bei uns selbst. Kinder sind hervorragende Kopierer. Sie hören weniger auf das, was wir sagen und beobachten sehr genau, was wir tun. Wenn Aussagen und Verhalten nicht übereinstimmen, wird fast immer das Verhalten übernommen. Ein gutes Vorbild zu sein heißt dementsprechend nicht, perfekt sein zu müssen, sondern sichtbar und authentisch zu lernen, im Hier und Jetzt zu sein, zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen.

Bildschirm aus, Leben an

Im Zeitalter in dem Bildschirm-Medien fester Bestandteil des Alltags sind, wird es immer wichtiger, sich mit Bildschirmzeit auseinanderzusetzen. Sowohl der unserer Kinder als auch unserer eigenen.

 

Manchmal braucht es einen kleinen Bruch im Alltag, um etwas Entscheidendes zu erkennen. Ein kaputter Fernseher, ein weißes Tuch über Bildschirm, Konsole und Handy und plötzlich wird es laut, chaotisch und turbulent. Genau das erlebte eine Familie, die sich für eine Zeit des „elektronischen Fastens“ entschied.

Die ersten Tage waren herausfordernd, dann geschah etwas Unerwartetes: Alte Spielsachen tauchten wieder auf, Fantasie wurde lebendig, Nachbarskinder spielten gemeinsam, Regeln wurden verhandelt und Konflikte gelöst.
Die Kinder sammelten echte, eigene Erfahrungen, mit Schürfwunden, mit Stolz und mit wachsender Reife.

Bildschirmmedien können scheinbar beruhigen, indem sie vom Alltag ablenken, aber eigene reale Alltags- und Lebenserfahrungen tragen zur Entwicklung bei.

In der heutigen Zeit, sollte gemeinsam ein bewusster alltagstauglicher Blick auf den Einfluss von Bildschirmkonsum auf die Gehirnentwicklung geworfen werden. Dabei geht es nicht um Verbote, sondern um kluge Entscheidungen, die Kreativität, Initiative und Lebensfreude fördern.

Worum es in diesem Impuls geht

„Erfolgsrezepte für Eltern“ ist kein Patentrezept, was ich Dir verkaufen möchte.
Es ist eine Einladung, den eigenen Erziehungsalltag aus neuen Perspektiven zu betrachten, automatische Muster zu erkennen und bewusst neue Wege zu gehen. Es geht um die Schaffung eines Raumes, in dem Eltern in den Austausch kommen. Mit Humor, Klarheit und vielen bildhaften Beispielen zeige ich, wie Familienklima, Lernfreude und Beziehung nachhaltig positiv beeinflusst werden können.

Erfolgsrezepte für Eltern

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