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Schulerfolg & Lebenserfolg

Vertrauen statt Druck

 

Zeugnistag. Ein Blatt Papier entscheidet scheinbar darüber, wie klug, begabt oder erfolgreich ein Kind ist. Und doch wissen wir alle: Dieses Blatt erzählt nur einen winzigen Ausschnitt einer viel größeren Geschichte. Thomas Edison galt als „zu dumm zum Lernen“, Albert Einstein als geistig langsam, Isaac Newton als schwacher Schüler. Und trotzdem haben sie unser Weltbild geprägt. Nicht trotz, sondern vielleicht gerade wegen ihrer Umwege.

 

Der entscheidende Schritt beginnt dort, wo du eine innere Entscheidung triffst: Ich vertraue darauf, dass mein Kind seinen Weg gehen wird. Dass es eine Aufgabe findet, in der es aufblüht. Dass es seine Talente entdeckt, Beziehungen gestalten kann und ein erfülltes Leben führt. Ab diesem Moment verschiebt sich der Fokus – weg vom reinen Notendruck, hin zu den natürlichen Fähigkeiten, die ohnehin vorhanden sind. Und erstaunlicherweise beginnt sich dann oft auch die schulische Leistung zu verändern.

 

Lernen - Erlebnis statt Zwang

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Unser Gehirn liebt eines ganz besonders: Lernen. Nicht das Pauken. Nicht das Auswendiglernen nach dem Prinzip des Nürnberger Trichters. Lernen geschieht dort, wo Sinn, Emotion und Neugier zusammenkommen. Erinnerungen an die erste große Liebe zeigen das eindrucksvoll – Details, Gefühle, Bilder sind noch Jahre später abrufbar. Genau so funktioniert nachhaltiges Lernen: bildhaft, spielerisch, angstfrei.

 

In diesem Impuls zeige ich dir, wie Lernen wieder leicht werden kann – mit einfachen Lern- und Gedächtnisstrategien, die Kinder (und Erwachsene) sofort anwenden können. Plötzlich wird Wissen greifbar, Inhalte bleiben haften und Lernen fühlt sich nicht mehr wie ein Kampf, sondern wie ein Abenteuer an. Und wenn Motivation verloren gegangen ist, gehen wir gemeinsam auf Spurensuche: Wo ist der Sinn verloren gegangen? Und wie lässt er sich wiederfinden?

 

Bewegung weckt Denken

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Ein oft unterschätzter Faktor ist Bewegung. Zu wenig Bewegung und zu viel Bildschirmzeit wirken wie Sand im Getriebe der Gehirnentwicklung. Kinder werden träge, lustlos, schwer begeisterbar – fast so, als wären sie innerlich alt geworden. Bewegung an der frischen Luft, freies Spielen, Sport im Verein wirken dagegen wie Öl im Motor: Das Gehirn wird wacher, aufnahmefähiger, lebendiger. Lernen fällt plötzlich leichter, weil der ganze Mensch in Bewegung ist.

 

Verzicht als Antrieb - Raum für Realität

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Apropos Bildschirm: Manchmal wirkt ein bewusstes „elektronisches Fasten“ wie ein kleiner Reset-Knopf. Wenn Bildschirme verschwinden, tauchen Fantasie, Kreativität und soziale Nähe wieder auf. Kinder verbinden sich, sie bauen Städte aus Spielzeug, erfinden eigene Spiele, sammeln echte Erfahrungen. Und genau diese Erfahrungen haben eine Qualität, die kein Bildschirm ersetzen kann.

 

Der vielleicht wirksamste Hebel liegt näher, als wir glauben: bei uns selbst.

Kinder sind hervorragende Kopierer. Sie hören weniger auf das, was wir sagen und beobachten sehr genau, was wir tun. Es ist wie, wenn man Affen beobachtet. Schnell wird klar: Kleine Affen machen großen Affen alles nach. Wenn Einstellung und Verhalten nicht übereinstimmen, wird fast immer das Verhalten übernommen.

Ein gutes Vorbild zu sein heißt nicht perfekt zu sein, sondern sichtbar zu lernen, im Hier und Jetzt zu sein, zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen.

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Sei der erste Mensch, der an Dein Kind glaubt

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Manchmal reicht ein einziger Mensch, der an ein Kind glaubt. Die Geschichte von Teddy Stoddard zeigt das eindrucksvoll. Ein Kind, das als Problem gesehen wurde, entfaltete sein Potenzial erst dort, wo jemand hinter die Fassade blickte und ihm Wertschätzung schenkte. Nicht durch Gleichbehandlung, sondern durch echtes Hinsehen und Vertrauen. 

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Schulerfolg ist wichtig. Lebenserfolg ist entscheidend. Und beides wächst dort, wo Lernen Freude macht, wo Vertrauen herrscht, wo Bewegung, Beziehung und Begeisterung zusammenspielen.

 

Dies ist ein Impuls für Eltern und Bezugspersonen, die ihre Kinder nicht nur durch die Schule begleiten wollen, sondern ins Leben.

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